Glossen

Der erste urkundliche Nachweis von Glossen stammt von 1241. Damals schrieb man Glussina, zu altsorbisch glu´sína = Walddickicht. Im Ort bestand 1440 ein Rittersitz, aus dem in der Folgezeit ein Rittergut hervorging. Dem Rittergut gehörte der größte Teil der Flur, die in Gutsblöcke eingeteilt war.

Im 18. Jahrhundert gab es noch drei Bauerngüter, drei Kleinbauern sowie zehn Häusler. Über eine längere Zeit gehörten Goßwitz, Hasenberg und ein Teil von Mauschwitz zu Glossen. Durch Glossen führte ab dem späten Mittelalter die kleine Bautzner Landstraße. Am Südhang soll eine kleine Kapelle gestanden haben, die zur Mutterkirche Kittlitz gehörte, denn Glossen ist seit jeher nach Kittlitz eingepfarrt. Am ehemaligen Schloss (1945 enteignet, Umsiedlerwohnungen, Gewerkschaftsschulungsgebäude, ab Anfang der 60iger Jahre Kinderkurheim) fallen besonders die sandsteinernen Balkone an beiden Gebäudeflügeln im ersten Obergeschoss auf. In das Mansarddach sind Dachhäuschen mit halbkreisförmigen Flachdächern eingebunden.

1994 wurde neben dem alten Schloss ein neues modernes Gebäude eingeweiht. Der Komplex mit dem Park bildete lange Jahre die Rehabilitationsfachklinik für Psychosomatik und Psychomotorik, die mittlerweile wieder geschlossen wurde.

1974 wurde Glossen nach Lautitz eingemeindet, kam 1994 zur Großgemeinde Kittlitz und ab 2003 erfolgte die Eingliederung in die Große Kreisstadt Löbau.

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