Archiv

Ohne Fleiß kein Preis. Der Architekt Theobald Hofmann aus Löbau

(26. Juni 2019 bis 5. Januar 2020)

Bedeutsame Persönlichkeiten von gestern sind heute manchmal schon in Vergessenheit geraten. Das Löbauer Stadtmuseum ließ die Erinnerung an eine einstige regionale Berühmtheit mit der Sonderausstellung jedoch wieder aufleben: Theobald Hofmann. Der Architekt wurde 1861 in Löbau geboren, 1953 starb er in Kassel. Einen Teil seines künstlerischen Lebenswerkes stiftete er 1941 seiner Heimatsstadt, seit 1946 ist eine Straße im Norden Löbaus nach ihm benannt.
Der Name Theobald Hofmann war seinen Zeitgenossen durchaus ein Begriff. Seine Lehr- und Studienzeit führte ihn von Löbau nach Zittau, über Leipzig nach Wien und Budapest, Dresden und schließlich Italien und Griechenland. Die antiken Tempel und Bauwerke der italienischen Renaissance wurden seine Steckenpferde. Bis ins hohe Alter war Hofmann ein anerkannter Kunsthistoriker, Forscher und Publizist. Theobald Hofmanns Verehrung galt Gottfried Semper. Seinen Werken im Stil der Neorenaissance zollte er größte Bewunderung. Sie wurden ihm zum Vorbild für eigene Entwürfe. Auch während seiner Tätigkeit als Lehrer an den Baugewerkeschulen in Königsberg und Wuppertal entwarf er stetig Wohnhäuser und repräsentative öffentliche Gebäude. Die Sonderausstellung zeigte ausgewählte Stücke seiner großzügigen Schenkung. Sie zeichnete das Bild von einem Mann, der wissensdurstig, reisefreudig und seiner Heimat stets verbunden war. Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Handschriftliches und Fotos ermöglichten es, einen Löbauer kennenzulernen, dessen Spuren auch heute noch in Löbau zu finden sind.


Löbauer Schätze aus Papier, Holz und Pergament 

(4. Dezember 2018 bis 10. Mai 2019)

Warum interessieren versteckte, „uralte" Schnipsel, die man in 500 Jahre alten Büchern findet? Was hat das Schlagen mit dem Öffnen eines Buches zu tun? Und wie kann man die Schrift vergangener Jahrhunderte heute noch lesen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die sich nach einem Besuch der neuen Sonderausstellung des Löbauer Stadtmuseums „Löbauer Schätze aus Papier, Holz und Pergament" beantworten lassen. Egal ob in Bibliotheken, Buchhandlungen oder der E-Book Library im Internet – Bücher sind heute überall und für jedermann verfügbar. Noch vor mehr als 500 Jahren war das nicht selbstverständlich, nicht viele Menschen konnten lesen und schreiben, Bücher waren zumeist unerschwinglich und unglaublich kostbar. Löbau hat aus diesen und aus früheren Zeiten Schätze aus Papier, Holz und Pergament aufbewahrt. Jene Erinnerungsstücke werden nun im Rahmen einer Sonderausstellung im Stadtmuseum in Löbau gezeigt. Mit dieser Ausstellung wird am 4. Dezember 2018 gleichzeitig die Wiedereröffnung der Einrichtung gefeiert. Das Museumsteam um Leiterin Dr. Corinna Wandt hat es binnen weniger Wochen geschafft, gemeinsam mit dem Löbauer Grafiker und Künstler Steffen Rimpl Schätze zu Themen wie „Buchbestandteile im Spätmittelalter" und „Schriftentwicklung" aufzuarbeiten. Besucher werden beim Besuch der Ausstellung mit relevanten stadtgeschichtlichen Themen in Berührung kommen und können dabei in die Welt des Sechsstädtebundes, der Reformation in Löbau sowie in das Wirken Karl Benjamin Preuskers eintauchen.

Seite teilen:
Twitter Facebook Google+

Stadtwerke Löbau Logo - Partner der Stadt Löbau
Messepark Löbau Logo - Partner der Stadt Löbau
WOBAU Logo - Partner der Stadt Löbau