(06.12.2022 - 26.02.2023)
Warum spielen wir? Ob Freizeitvergnügen, Kinderspiel, Lernspiel oder Modellbau – Spielen kennt viele Formen und hat eine lange Geschichte. Bereits im Alten Ägypten haben Kinder mit Puppen gespielt. Auch heute noch ist Spielen ein großer Teil des Alltags vieler Kinder und Erwachsener.
Und gespielt wird nicht nur zum Spaß. Ob alleine oder in der Gruppe, Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Spielen unsere Entwicklung auf unterschiedlichen Ebenen positiv beeinflusst. Schließlich sagte schon Friedrich Schiller, dass der Mensch „nur da ganz Mensch ist, wo er spielt.“
„Das ist doch Ansichtssache!“ heißt es oft, wenn es verschiedene Sichtweisen auf etwas gibt. Auch auf Löbau sind diese zahlreich vorhanden. Bereits im frühen 18. Jahrhundert schuf Christian Ernst Gickler eine Ansicht der Stadt, die heute als die älteste gilt. Ihm folgten viele weitere wie Hans Lindner, Arno Lehmann-Scarsic oder Helga Pilz. Bis in unsere Gegenwart wurde und wird Löbau immer wieder auf verschiedene Weise porträtiert und aus vielfältigen Richtungen und Blickwinkeln dargestellt. Von weitem gesehen wirkt die Kontur der Stadt mit ihren Türmen stets vertraut. Vergleicht man jedoch die Darstellungen einzelner Straßenzüge von damals mit heute wird die Veränderung bewusst. Einige markante Gebäude, die das Stadtbild prägen, sind aus ihr nicht wegzudenken. Andere sind schon lange verschwunden. Was ist von ihnen geblieben? In der Ausstellung werden vertraute Stadtansichten gezeigt, Veränderungen sichtbar gemacht und neue Perspektiven eröffnet.
Ankommen im Anker Kulturgut
(13. Dezember 2020 bis 29. August 2021)
Architekturstudenten nahmen sich im Rahmen einer Studienarbeit der Frage an, wie die Zukunft des Geländes aussehen könnte, wenn sich hier dann das Stadtmuseum befinden wird. Die Studenten entwarfen daraufhin einen Ort des Ankommens zwischen Fabrikgebäude und dem nebenstehenden Haus Schminke: ein Besucherzentrum. So unterschiedlich die Lösungen der angehenden Architekten auch sind, sie haben doch eines gemeinsam: die die Löbauer Geschichte prägende Nudelfabrik wird künftig durch ihre Nutzung als Museum zum Ankerplatz der städtischen Vergangenheit. Hier werden Besucher in die 118-jährige Geschichte der Teigwarenfabrik und die 800-jährige Geschichte der Stadt Löbau eintauchen können. Modelle und Pläne veranschaulichen die Visionen vom „Anker Kulturgut“.
Fest verANKERt. Die Löbauer Nudelfabrik und ihre Mannschaft
(5. Mai 2020 bis 29. November 2020)
An der Äußeren Bautzner Straße in Löbau fällt die Fassade der ehemaligen Fabrik "Loeser & Richter" direkt ins Auge. Der Wechsel zwischen verputzten und unverputzten Gebäudeteilen wirkt hier zusammengewürfelt. Dabei ist die fehlende Gleichmäßigkeit ein Zeugnis für die wechselvolle Geschichte der Löbauer Nudelproduktion. Teigwaren liefen hier unter der Marke "Anker" 118 Jahre vom Band und überstanden damit Kriegs- und Friedenszeiten, Regimewechsel und kurzzeitig auch die deutsch-deutsche Wiedervereinigung. Die Sonderausstellung gab Einblicke in das Fabrikgebäude und den dortigen Arbeitsalltag von 1874 bis 1992. Sichtbar wurden dabei architektonische Highlights, effektive Werbestrategien, bewährte Produktionstechniken, ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl und schwerwiegende Einschnitte. Zahlreiche Fotos, originale Ausstattungsgegenstände und Dokumente aus dem Nachlass der Fabrikantenfamilie Schminke führten durch eine bedeutsame Löbauer Geschichte, die heute noch ihre Spuren im Stadtbild hinterlassen hat. Die Ausstellung entstand mit Unterstützung der Teigwaren Riesa GmbH. In Zukunft soll die ehemalige Anker Teigwaren-Fabrik als ein Zentrum für Kultur und Begegnung dauerhaft zugänglich sein.
Sollten Sie selbst bei VEB Anker oder im Lehrbauhof Löbau tätig gewesen sein, jemanden kennen oder Fotos oder Dokumente aus diesen Zeiten besitzen, melden Sie sich bitte beim Stadtarchiv Löbau. Gerne möchten wir die Geschichte der Fabrik gemeinsam mit Ihnen aufarbeiten.
Ohne Fleiß kein Preis. Der Architekt Theobald Hofmann aus Löbau
(26. Juni 2019 bis 5. Januar 2020)
Bedeutsame Persönlichkeiten von gestern sind heute manchmal schon in Vergessenheit geraten. Das Löbauer Stadtmuseum ließ die Erinnerung an eine einstige regionale Berühmtheit mit der Sonderausstellung jedoch wieder aufleben: Theobald Hofmann. Der Architekt wurde 1861 in Löbau geboren, 1953 starb er in Kassel. Einen Teil seines künstlerischen Lebenswerkes stiftete er 1941 seiner Heimatsstadt, seit 1946 ist eine Straße im Norden Löbaus nach ihm benannt.
Der Name Theobald Hofmann war seinen Zeitgenossen durchaus ein Begriff. Seine Lehr- und Studienzeit führte ihn von Löbau nach Zittau, über Leipzig nach Wien und Budapest, Dresden und schließlich Italien und Griechenland. Die antiken Tempel und Bauwerke der italienischen Renaissance wurden seine Steckenpferde. Bis ins hohe Alter war Hofmann ein anerkannter Kunsthistoriker, Forscher und Publizist. Theobald Hofmanns Verehrung galt Gottfried Semper. Seinen Werken im Stil der Neorenaissance zollte er größte Bewunderung. Sie wurden ihm zum Vorbild für eigene Entwürfe. Auch während seiner Tätigkeit als Lehrer an den Baugewerkeschulen in Königsberg und Wuppertal entwarf er stetig Wohnhäuser und repräsentative öffentliche Gebäude. Die Sonderausstellung zeigte ausgewählte Stücke seiner großzügigen Schenkung. Sie zeichnete das Bild von einem Mann, der wissensdurstig, reisefreudig und seiner Heimat stets verbunden war. Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Handschriftliches und Fotos ermöglichten es, einen Löbauer kennenzulernen, dessen Spuren auch heute noch in Löbau zu finden sind.
Löbauer Schätze aus Papier, Holz und Pergament
(4. Dezember 2018 bis 10. Mai 2019)
Warum interessieren versteckte, „uralte" Schnipsel, die man in 500 Jahre alten Büchern findet? Was hat das Schlagen mit dem Öffnen eines Buches zu tun? Und wie kann man die Schrift vergangener Jahrhunderte heute noch lesen? Das sind nur einige von vielen Fragen, die sich nach einem Besuch der neuen Sonderausstellung des Löbauer Stadtmuseums „Löbauer Schätze aus Papier, Holz und Pergament" beantworten lassen. Egal ob in Bibliotheken, Buchhandlungen oder der E-Book Library im Internet – Bücher sind heute überall und für jedermann verfügbar. Noch vor mehr als 500 Jahren war das nicht selbstverständlich, nicht viele Menschen konnten lesen und schreiben, Bücher waren zumeist unerschwinglich und unglaublich kostbar. Löbau hat aus diesen und aus früheren Zeiten Schätze aus Papier, Holz und Pergament aufbewahrt. Jene Erinnerungsstücke werden nun im Rahmen einer Sonderausstellung im Stadtmuseum in Löbau gezeigt. Mit dieser Ausstellung wird am 4. Dezember 2018 gleichzeitig die Wiedereröffnung der Einrichtung gefeiert. Das Museumsteam um Leiterin Dr. Corinna Wandt hat es binnen weniger Wochen geschafft, gemeinsam mit dem Löbauer Grafiker und Künstler Steffen Rimpl Schätze zu Themen wie „Buchbestandteile im Spätmittelalter" und „Schriftentwicklung" aufzuarbeiten. Besucher werden beim Besuch der Ausstellung mit relevanten stadtgeschichtlichen Themen in Berührung kommen und können dabei in die Welt des Sechsstädtebundes, der Reformation in Löbau sowie in das Wirken Karl Benjamin Preuskers eintauchen.
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