Beitrag Seniorenrat Monat November

2. November 2020

Liebe Seniorinnen und liebe Senioren,

unser Beitrag für den Monat November ist nicht nur an ältere Mitmenschen gerichtet.

DEMENZ ist nicht nur Vergesslichkeit! DEMENZ heißt auch mit dem VERGESSEN leben!

Wenn bei Ihnen oder Ihren Angehörigen eine Krankheit diagnostiziert wird die zur Demenz führt, ist das ein gravierender Einschnitt in Ihr Leben - aber auch in das Leben der Familie. Mehrmals wurde der Seniorenrat von pflegenden Angehörigen angesprochen, eine Gesprächsgruppe für Angehörige zu schaffen. Solche Gruppen haben wichtige Positionen im Hilfsnetzwerk des sozialen Umfeldes. Es tut Angehörigen gut, über ihre oft negativ besetzten Gefühle zu sprechen um Lösungen zu finden oder Erfahrungen und Wissen weiterzugeben. Wichtig ist dabei aber auch den Mut zu haben, um Probleme anzusprechen, damit man Rat und Hilfe bekommt.

Seit Oktober 2017 trifft sich nun diese Selbsthilfegruppe einmal monatlich, jeweils am ersten Mittwoch des Monats. Erfreulich ist, dass hierbei Fachkräfte wie Frau Bärbel Kaminski (ehem. Leiterin des Heimes "Rosengarten") oder die ehem. Gemeindeschwester Heidrun aus Herrnhut mit viel Herz und Fachwissen zur Seite stehen. Dafür an dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN. Das Zitat vom Leben "Hier und Jetzt" ist im Umgang mit Demenz eine wichtige Orientierungsgröße. Unsere Selbsthilfegruppe ermöglicht ihnen aber auch vielfältige Kontakte zu weiteren Hilfen. Jeder der Bedarf oder Interesse hat ist zu den Gesprächsrunden herzlich eingeladen. Auf Grund von Corona finden diese Begegnungen jetzt im Technischen Rathaus, Zimmer 105 statt. Der nächste Termin ist der Mittwoch, 4. November 2020, 10.00 Uhr.

Weitere Gesprächsangebote für November sind:

12. November 2020, 10.00 Uhr | Thema "Allgemeine Fragen"

26. November 2020, 10.00 Uhr | Thema "Pflege"

Alle Termine finden im Technischen Rathaus, Zi.105 statt.

Für den Seniorenrat der Stadt Löbau, Klaus-Dieter Fuchs


„KuBiMobil“

In der Ausgabe des Stadtjournals 12|2019 hatten wir auf dieses Kulturangebot hingewiesen. Bisher wurde es leider sehr wenig genutzt. Hier noch einmal das Wichtigste: Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien hat vielfältige kulturelle Angebote aufzuweisen. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist fast immer schwierig und teuer. Aus diesen Gründen gibt es für Gruppen ab 3 Personen beim Besuch einer Kulturveranstaltung eine finanzielle Unterstützung in Form einer „FEHLBEDARFSFINANZIERUNG“. Dabei wird jede Person, die an einem durch „KuBiMobil“ unterstütztem Angebot teilnimmt mit 2,00 € an den Gesamtkosten beteiligt. Die darüber hinausgehenden Fahrtkosten werden durch „KuBiMobil“ erstattet. Wichtig ist, dass das für die geplante Kulturaktivität im Vorfeld beantragt werden muss.

Projektbüro „KuBiMobil“ | Raum 207 | Otto-Müller-Str. 7 | 02826 Görlitz

Ansprechperson: Jessica Maty | Tel.: 0151 58443524 | E-Mail: info@kubimobil.de | Web: www.kubimobil.de


Der Seniorenrat informiert:

Seit Ende November steht der neue Seniorenratgeber 2020|21 für Löbau und Umgebung zur Verfügung. Diese Broschüre informiert und gibt Ratschläge für Rentner, deren Angehörige und Interessierte über:

  • Übersicht über Wohlfahrtsverbände, Einrichtungen, Pflegedienste und Heime
  • Tipps und Hinweise zur Pflege, Betreuung und Versorgung
  • Pflegebedürftigkeit und Pflegegrad
  • wichtige Rufnummern
  • Beratungsstellen Rente

Er ist kostenlos in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt Löbau, in Arztpraxen und Therapiezentren und natürlich bei uns, dem Seniorenrat im Technischen Rathaus erhältlich.


Informationen für die Lebensrettung | „Die Notfalldose“

Die meisten Senioren haben zu Hause einen Medikamentenplan, Notfall- und Impfausweis oder eine Patientenverfügung. Was aber, wenn es plötzlich zu einem Notfall kommt und man ist allein? Für die Retter ist es fast unmöglich herauszufinden, wo diese o.g. Unterlagen aufbewahrt werden. Aber eine „Notfalldose“ hilft! Seit längerem gibt es sie in Deutschland. Seit kurzem auch im Landkreis Görlitz. So eine Notfalldose wird in den Kühlschrank gestellt (Kühlschranktür). In ihr werden alle notwendigen Informationen gesteckt, die das Leben retten können. Und als Hinweis für die Retter werden zwei sichtbare Aufkleber - einer an die Korridortür und einer an die Kühlschranktür - angebracht. Was genau in die „Notfalldose“ gehört steht auf einem Notfall-Infoblatt. Weitere Informationen, sowie einzelne Exemplare erhalten Sie kostenlos über den Seniorenrat.

Notfalldose


Die Städtepartnerschaft Löbau-Ettlingen lebt!

Vom 26. bis 29. September 2019 weilte eine Delegation des Ettlinger Seniorenrates in Löbau. Diese Treffen gehören zu den jährlichen Begegnungen beider Seniorenräte und sind inzwischen zu einer Tradition geworden. Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall sind diese Begegnungen ein wichtiger Bestandteil der Annäherungen der Menschen von „Ost“ und „West“.

Im Erfahrungsaustausch über unsere Arbeit wurde sehr deutlich, dass die älteren Menschen hier wie dort mit gleichen Sorgen und Problemen sich auseinandersetzen. Einen gravierenden Unterschied gibt es aber zwischen dem Ettlinger und Löbauer Seniorenrat: In Ettlingen arbeitet der Seniorenrat im Auftrag des Oberbürgermeisters. Er nimmt Dinge, die sonst Aufgabe des OB sind, wahr. Der OB delegiert an den Seniorenrat Aufgaben. So erfasst er z.B. in Vorbereitung von städtischen Maßnahmen die Meinungen, Vorschläge und Bedenken der älteren Bürger. Sie werden also bereits im Vorfeld einbezogen! Damit ist der Stellenwert und Anerkennung dieser ehrenamtlichen Arbeit natürlich eine andere als bei uns in Löbau. Es hat uns sehr gefreut, dass unser Oberbürgermeister am Begrüßungsabend dabei war und aus seiner Sicht über die Entwicklung und anstehenden Aufgaben für Löbau berichtete.

Eine zweite Seite des Treffens sind die vielen Gespräche untereinander und das Kennenlernen der gastgebenden Stadt und Region. So besuchten wir gemeinsam die Piano-Manufaktur „August Förster“. Die Hingabe, Präzision und Liebe der Mitarbeiter in allen Bereichen der Fertigung hat uns alle sehr beeindruckt. Danke auch an Herrn Wandt für die perfekte Führung. Am Samstag fuhren wir nach Görlitz, den Berzdorfer See und besuchten „Kloster St. Marienthal“. Unsere Gäste waren begeistert wie schön Görlitz geworden ist. Wir können in der Region stolz sein, eine solche geschlossene und gut renovierte „Jugendstil-Stadt“ zu haben. Überrascht waren sie auch, wie aus dem ehemaligen Braunkohletagebau ein wunderschöner Naherholungsort wurde. Sie zollten hohe Anerkennung über das Geschaffene.

Beim nächsten Besuch 2021 möchten sie unbedingt etwas über Polen erfahren und besuchen. Zum Abschied waren wir uns alle einig: Es waren inhaltsreiche, wissenswerte und schöne Tage. Im nächsten Jahr treffen wir uns in Ettlingen.

Seniorenrat 1

Seniorenrat 2

Text und Foto: Klaus-Dieter Fuchs

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