Am Montag, den 9. November 2020 ist zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am Jüdischen Gedenkstein (Promenadenring, Amtsgericht) in aller Stille ein Gebinde niedergelegt worden. 

Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht

9. November 2020

Alljährlich begehen wir im Monat November wichtige Gedenktage wider dem Vergessen der Opfer von Krieg, Verfolgung und Rassenhass. Genau 82 Jahre sind seit den Novemberpogromen von 1938, einer der zentralen Wegmarken des Völkermordes, vergangen. Am Montag, den 9. November 2020 ist zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am Jüdischen Gedenkstein (Promenadenring, Amtsgericht) in aller Stille ein Gebinde niedergelegt worden. 

Oberbürgermeister Dietmar Buchholz:

"Dieser Tag ist ein Tag des Erinnerns. Denn wir dürfen die furchtbaren Taten nicht vergessen, um die Verbundenheit mit denen auszudrücken, die durch die Hölle gegangen sind und mit jenen, die um ihre Angehörigen und Freunde bis heute trauern. Trotz vielfältiger Aktivitäten des Gedenkens und Erinnerns verstummen auch im Jahr 2020 Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht, obwohl doch jedem klar sein sollte: So etwas wie vor 82 Jahren darf sich niemals wiederholen. Das war der Tiefpunkt der Zivilisation. Der Tag des Gedenkens muss in jedem Jahr aufrütteln. Wenn Juden oder andere Menschengruppen bei uns wieder Angst haben, kann uns das nicht gleichgültig sein. Im stillen Gedenken möchten wir deshalb an die Reichspogromnacht erinnern. Erinnern an die Menschen, die in jener Nacht zum Freiwild erklärt wurden. Erinnern und darüber nachdenken, wie wir heute Vorurteile überwinden und Mut im Alltag zeigen können. Wir sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber wir sind verantwortlich für das, was in der Gegenwart geschieht. Es ist wichtig und notwendig, sich einzusetzen, für eine Gesellschaft ohne Hass und Gewalt. Das sind wir den gepeinigten, gedemütigten, verfolgten, gequälten und ermordeten Opfern schuldig; das ist unsere Verpflichtung gegen das Vergessen. Solche schrecklichen Ereignisse dürfen nie wieder passieren und Antisemitismus darf heute keinen Platz haben."

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