Ein Zeichen für den Frieden: die grün-weiße Flagge der "Mayors for Peace".

Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden

8. Juli 2020

Vom Turm des Löbauer Rathauses weht auch am 8. Juli dieses Jahres die grün-weiße Flagge des weltweiten Bündnisses "Mayors for Peace". Sie symbolisiert den Einsatz des Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.

75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat sich die Hoffnung nach einer Welt ohne Kernwaffen immer noch nicht erfüllt. Die Bürgermeister für den Frieden erinnern mit dem Hissen ihrer gemeinsamen Flagge an diesen Wunsch. Atommächte werden eindringlich aufgefordert, Verhandlungen zur Abschaffung von Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Aktuell schätzt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass die Atomwaffenstaaten noch immer rund 13.400 Kernwaffen besitzen.

Zudem erinnert der Flaggentag der Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Das Gutachten stellte fest, dass die Gefahr durch oder die Verwendung von Nuklearwaffen im allgemeinen dem Völkerrecht widersprechen.

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister der japanischen Stadt Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 7.900 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 680 Städte in Deutschland.

Die Große Kreisstadt Löbau ist seit 2019 Mitglied des Bündnisses. Ausschlagend hierfür war ein Antrag der Fraktion „DIE LINKE“ im Löbauer Stadtrat.

Flagge

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