Karl Benjamin Preusker

Karl Benjamin PreuskerBenjamin Preusker erblickte am 22. September 1786 in Löbau als einziger Sohn eines Webers das Licht der Welt. Er besuchte die Sammelschule, nahm Unterricht in einer Kaufmannsfamilie und trat 1801 in das väterliche Geschäft ein.
1805 begann er eine Buchhändlerlehre in Leipzig. Zu seinen Privatbeschäftigungen zählten u.a. Sammlungen zu den meisten Wissenschaften, die Übersicht über neuerschienene Bücher und die Erweiterung seines enzyklopädischen Wissens.

Preusker unternahm selbst Ausgrabungen und forschte nach alten Grenzwällen, Opfer- und Verteidigungsorten. Die Gründung einer öffentlichen Bibliothek schwebte ihm vor, welche bereits 1828 eröffnet werden konnte. Sie war in dieser Zeit die einzige volkstümliche Bibliothek in Deutschland. 1830 gründete er eine Sonntagsschule, die zur Nachhilfe bzw. Fortbildung für Lehrlinge diente. Gar Anfänge eines Kindergartens probierte Preusker praktisch. Lohn für seine gesamte Arbeit war 1840 die Verleihung der Ehrenbürgerwürde seiner langjährigen Heimatstadt Großenhain. Neben allen Aktivitäten führte Preusker auch die Großenhainer Ortschronik. 1853 trat er in den Ruhestand und fand Zeit für eine Selbstbiographie.

Zu seinem 74. Geburtstag 1860 wurde Preusker das Ehrenbürgerdiplom seiner Vaterstadt Löbau überreicht. So war es Preusker, der in seiner Geburtsstadt Löbau die ersten Anregungen zur Gründung eines Stadtmuseums gab, eine Idee, die im Juli 1894 Gestalt annahm. Er starb am 15. April 1871 in Großenhain.
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