Stadtteil Krappe
Krappe ist ein kleines Bauerndorf, das zweifelsohne eine sorbische Siedlung (Rundweiler) ist. Sorbische Flurnamen, wie horka=Hügel, Hajk=Hain, Rekawen=Sumpfwiesen – von réka=Fluss, Dowk=Tälchen, Hatk=Teichlein weisen noch darauf hin.

Eine der ältesten Straßenverbindungen von Bautzen nach Görlitz führte über Krappe und Grube (Löbauer Wasser). Krappe war wohl stets ein Pertinenzstück (Perzinenz = Zugehörigkeit) der jeweils in Kittlitz herrschenden Gutsbesitzer (von Chideliz, von Gersdorf, von Nostitz, von Hund und Altengrokau...) und war dorthin auch eingepfarrt.

1679 gründete der Nostitzer Gutsbesitzer Joachim Ernst von Liegler und Klipphausen ein eigenes Pfarrsastem. Er pfarrte die unter seiner Erb-, Lehns und Gerichtsherrschaft untergebenen Dörfer, darunter auch Krappe, nach Nostitz ein. 1777 gab es in Krappe 5 Bauerngüter, 9 Kleinbauern und 9 Häusler.

Bis 1974 war Krappe eigenständige Gemeinde, wurde daraufhin nach Kittlitz eingemeindet und kam 2003 zur Großen Kreisstadt Löbau.