Stadtteil Großdehsa
Groß- und Kleindehsa waren seit jeher getrennte Dörfer, deren altwendischer Name "Dehse Thesin" lautet und im 15. Jahrhundert ein lateinisches "a" aufgezwungen bekam".
Dehsa (deza, dize) bedeutet Muldenort. Flurnamen für Großdehsa sind: Pastivisca = die Hutungen, Bubonik = der Trommler, Wlosanckach = in den Dohnenstiegen, Dolki = die Tälchen und Litte = Wiesen.

Der Ort gehörte lange Zeit zum wendischen Sprachgebiet. 1242 wurde Großdehsa (damals Dehse) erstmals urkundlich erwähnt. 1242 wird Großdehsa als Herrensitz und 1397 als Rittersitz benannt. Es ist ein Waldhufendorf. 1350 bis 1777 besaß das Domkapitel zu Bautzen große Teile der Ortschaft.
1777 gab es 22 Bauern, 18 Kleinbauern und 45 Häusler.

Der landwirtschaftlich geprägte Ortsteil lädt mit seinem "Landschaftsschutzgebiet Bubenik" und mit seltenen Trockenbodenpflanzen ein.