Löbaus Stadtbild in früheren Jahrhunderten

Die kleine mittelalterliche Stadt reichte vom heutigen Nikolaiplatz über das Technische Rathaus bis zum Gewandhaus, zum Katzenturm, beim Gericht vorbei und wieder bis zum Nikolaiplatz.

Aus der Pfahlwerkumringung dieses Geländes wurde im 14. Jahrhundert eine doppelte Ringmauer mit Zwingern, Gräben, Türmen, Basteien, Wehren und Toren. 3 Haupttoranlagen führten in die Stadt bzw. aus der Stadt. Bis auf wenige Reste dieses städtischen Sicherungssystems, siehe Katzenturmbereich, waren diese Anlagen mit zunehmender Entwicklung der Waffentechnik im Laufe der Jahrhunderte überflüssig geworden und wurden zweckentfremdet bzw. abgerissen. Im 19.Jahrhundert entstand um diesen inneren Stadtbereich ein Promenadengürtel, der im 20. Jahrhundert zum Teil Strassenumführungen der Innenstadt weichen mußte.

Das Stadtbild prägten neben den Stadtmauertürmen, der Turm der Nikolaikirche, der Hauptkirche der deutschen gegründeten Stadt ( das Königreich Böhmen gehörte zum Römisch-Deutschen Königreich) und der Turm der Klosterkirche, denn Löbau hatte auf dem Gelände des heutigen Technischen Rathauses ein Franziskanerkloster und das Kulturzentrum Johanniskirche war die dazugehörige Kirche. Der Turm des Rathauses gehörte ebenfalls zum Stadtbild. Wahrscheinlich waren alle Bauten wesentlich niedriger, vieles aus Holz errichtet, denn noch im 13. Jahrhundert wurde nur von einem Haus aus Stein gesprochen.

Als das Stadtinnere keine Erweiterungen mehr zuließ, entstanden wahrscheinlich im 15.Jahrhundert die Zittauer,die Görlitzer und die Bautzner Vorstadt.

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